Der Fischereischein (umgangssprachlich „Angelschein") ist in fast allen Bundesländern Pflicht, um in deutschen Gewässern angeln zu dürfen. Er bescheinigt, dass du die Fischereiprüfung bestanden hast – eine Prüfung mit Fragen zu Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Natur- und Tierschutz sowie Fischereirecht.
Die Fischereiprüfung besteht in den meisten Bundesländern aus einem Theorieteil (Multiple-Choice-Fragen) und teils einem Praxisteil (Rutenzusammenstellung, Knotenkunde). Die Prüfung umfasst typischerweise 60 Fragen aus 5 Themengebieten. Du brauchst mindestens 45 richtige Antworten und in keinem Themengebiet 0 Punkte. Vorbereitungskurse gibt es als Präsenzkurs (2–6 Wochenenden) oder als Online-Kurs (ab 49€).
Die Gesamtkosten setzen sich zusammen aus: Vorbereitungskurs (49–150€ online, 80–200€ Präsenzkurs), Prüfungsgebühr (15–50€ je nach Bundesland), Fischereischeingebühr (8–50€/Jahr) und der Fischereiabgabe (5–20€/Jahr). Insgesamt musst du mit 100–350€ rechnen, danach circa 20–60€ pro Jahr für die Verlängerung.
1. Online-Kurs oder Präsenzkurs buchen und absolvieren. 2. Prüfungsanmeldung bei der zuständigen Behörde (Fischereibehörde, Ordnungsamt). 3. Fischereiprüfung ablegen. 4. Bei bestandener Prüfung: Fischereischein bei der Gemeinde beantragen. 5. Fischereiabgabe bezahlen und Erlaubnisschein (Gewässerkarte) für dein Wunschgewässer kaufen.
Brandenburg bietet den vereinfachten Friedfischangelschein ab 8 Jahren ohne Prüfung. Mecklenburg-Vorpommern hat den Touristenfischereischein (28 Tage, ohne Prüfung). In Schleswig-Holstein und Thüringen gibt es keinen Praxisteil in der Prüfung. Bayern hat die strengste Prüfung mit Praxisteil und mündlicher Prüfung.
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